Einarbeitung von flüssigen Düngemitteln neu geregelt

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Vollzugshinweise „Unverzügliche Einarbeitung“ § 4 Abs. 3 Düngeverordnung

 

Diese Regelung gilt, um die gasförmigen Ammoniakverluste so gering wie möglich zu halten.

Unverzüglich bedeutet "ohne schuldhaftes Zögern“.

Zur Erfüllung dieser Anforderung kommen folgende Verfahren in Betracht:

·        Direkte Einarbeitung
Die Aufbringung erfolgt mittels Injektionstechnik oder einem Kombinationsgerät, das sowohl aufbringt als auch direkt einarbeitet.

·        Getrennte Aufbringung und Einarbeitung
Bei einer der Aufbringung folgenden Einarbeitung (paralleles oder absätziges Verfahren) muss die Einarbeitung schnellstmöglich, spätestens jedoch vier Stunden nach Beginn der Aufbringung, abgeschlossen sein.
Werden die betroffenen Düngemittel bei einer aus fachlicher Sicht ungünstigen - weil emissi­ons- und damit verlustträchtigen - Witterung aufgebracht, sind kürzere Einarbeitungszeiten erforderlich.

Für die Beurteilung, ob ein Verstoß gegen die Pflicht zur unverzüglichen Einarbeitung vorliegt, ist auch die der Aufbringung folgende Witterung zu berücksichtigen.

Bei beiden Verfahren ist dafür zu sorgen, dass es zu einer ausreichenden Einarbeitung in den Ackerboden kommt.

Das Einarbeitungsgebot gilt für

·        Gülle,

·        Jauche,

·        flüssige Gärreste (TM-Gehalt bis zu 15 %)

·        sonstige flüssige organische Düngemittel (TM-Gehalt bis zu 15 %) mit wesentlichen Gehalten an verfügbarem Stickstoff,

·        sonstige flüssige organisch-mineralische Düngemittel (TM-Gehalt bis zu 15 %) mit wesentlichen Gehalten an verfügbarem Stickstoff und

·        Geflügelkot

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